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Per Rad und Schiff durch Masuren

 1. Tag: Anreise
Individuelle Anreise in die Masurische Seenplatte:
(a) ...per PKW nach Masuren (Stellplatz im Aktiv-Resort „Masurische Seen“ in Piaski für die Dauer der Reise kostenfrei) oder Warschau (Parkplatz am Flughafen ca. 50 Euro/Woche) und weiter mit dem » Masuren-Shuttle.
(b) ...per Flug nach Warschau zum Flughafen Frederik Chopin, von wo aus ab 15 Uhr der Masuren-Shuttle (via Warschau-Centralna und Warschau Altstadt sowie Jablonna) startet.
(c) ...per Bahn via Berlin nach Warschau-Centralna (Hauptbahnhof) und Transfer Masuren-Shuttle, Abfahrt ca. 15:30 Uhr. Tipp: – Nutzen Sie die » RIT-Fahrkarten der DB (nur bei uns buchbar).
(d) ...per Flug nach Warschau zum Flughafen Modlin. Taxifahrt ins 20 km entfernte Jablonna und ca. 16:20 Uhr Transfer mit dem Masuren-Shuttle.
Tourbesprechung und Radausgabe erfolgen am gleichen Abend oder am nächsten Vormittag.

2. Tag: Bärenwinkel – Johannisburg (ca. 45 km)
Eine Radtour startet im » Aktiv-Resort „Masurische Seen“ und führt in östlicher Richtung über Weissuhnen [Wejsuny], ein altes, ostpreußisches Dorf mit hübscher Kirche im Ordensstil und schönen Holzhäusern, die teilweise über 100 Jahre alt sind. Eines davon blieb als Heimatstube erhalten. Weiter geht es zum Aussichtspunkt Bärenwinkel am Spirdingsee, wo sich ein schöner Blick auf die vorbeiziehenden Segelboote und auf die Insel Teufelswerder bietet. Der Legende nach sollen dort böse Geister hausen, tatsächlich ließ Friedrich der Große hier einst ein Fort bauen, von dem heute noch ein paar Steine zeugen. Weiter führt die Radtour in die Kleinstadt Johannisburg [Pisz] am Flüsschen Pisa. Das Zentrum zeigt noch immer die charakteristischen Spuren der ostpreußischen Provinz. Sehenswert sind u.a. die Stadtkirche, die als die größte Fachwerkkirche Masurens gilt, das Rathaus mit seinen bunten Blumenbeeten und einige Bürgerhäuser. Über Snopki erreichen Sie, mit schöner Bademöglichkeit unterwegs, wieder Wejsuny und den Ausgangspunkt Ihrer Radtour, Piaski, wo die MS CLASSIC LADY bereits auf Sie wartet. Eine Schifffahrt nach Nikolaiken rundet den Tag ab. Genießen Sie zum Tagesausklang einen Bummel durch den zauberhaften Ort oder zum Hafen mit seinen Segel- und Sportbooten. Den sagenhaften Stinthengst sieht man am Marktplatz und angekettet unter einer Brücke.

3. Tag: Rhein – Wolfsschanze (ca. 50 km)
Der Tag beginnt mit einer Schifffahrt Richtung Rhein [Ryn]. Per Rad geht es anschließend zur ehem. Schäferei, heute ein liebenswertes Heimatmuseum, und weiter zur Wolfsschanze, wo sich die Reste des ehem. Führerhauptquartiers befinden. Es ist heute eine Gedenkstätte für Graf von Stauffenberg und die Widerstandskämpfer des 20.07.1944. Wer will, fährt einen kurzen Abstecher (plus 17 km) nach Rastenburg [Ketrzyn]. Sehenswert sind die Ordensburg und die Wehrkirche St. Georg, in der ein Bild aus der Schule Lukas Cranachs untergebracht ist. Durch Wiesen, Felder und einsame Dörfer geht es nach Wilkasy, wo die MS CLASSIC LADY Sie wieder erwartet.

4. Tag: Lötzen – Goldapgar-See (ca. 54 km)
Lötzen [Gizycko] ist das Wassersportzentrum Masurens. Sehenswert sind die imposante Festung Boyen und die nach Plänen des Hofarchitekten Schinkel erbaute Kirche. Ein seltenes Technikdenkmal ist die handbetriebene Drehbrücke. Die Radtour startet vom Schiff und führt über Lötzen zum Goldapgar-See. Weiter geht es am Seeufer entlang und über Possessern nach Wilkasy zum Schiff.

5. Tag: Rhein – Zondern – Nikolaiken (ca. 42 km)
Der heutigeTag beginnt mit einer stimmungsvollen Schifffahrt auf der schönen „Fünf-Seen-Route“ nach Szymonka. Erste Station der Radtour ist Rhein mit seiner Ordensburg aus dem 14. Jh. Die Burg wurde im barocken Stil umgestaltet und diente eine Zeit lang als Gefängnis. Heute ist hier ein mondänes Hotel untergebracht. Im Innenhof kann man ein glasüberdecktes Rittergrab mit Beigaben betrachten. Dann geht die Tour weiter nach Zondern. In einem 200-jährigen Bauernhaus hat die Familie Dickti ein Heimatmuseum mit vielen alten Hausgeräten und typisch masurischen Möbeln eingerichtet. In der Scheune nebenan stehen alte landwirtschaftliche Gerätschaften und Maschinen. Nach dem Besuch des Museums führt der Weg am Talter Gewässer entlang nach Nikolaiken und zur Anlegestelle der MS CLASSIC LADY.

6. Tag: Nikolaiken – Popiellnen – Piaski (ca. 25 km)
Morgens bummeln Sie durch Nikolaiken oder unternehmen eine kurze Radtour zum Schwanenparadies am Lucknainer See. Per Fähre geht es nach Spirding [Wierzba]. Im nahen Popiellnen wurde eine biologische Station zur Rückzüchtung des urzeitlichen Tarpan-Pferdes eingerichtet. Auf der umliegenden Halbinsel werden die Tiere ausgewildert, so dass man in den lichten Wäldern mit etwas Glück eine kleine Herde entdeckt. Die Weiterfahrt nach Piaski führt über Weissuhnen, bereits bekannt vom 1. Radeltag. Wer möchte, macht noch einen Abstecher nach Niedersee [Ruciane Nida], bevor die heutige Etappe an der Anlegestelle in der idyllischen Bucht von Piaski endet.

7. Tag: Eckertsdorf – Kruttinnen (ca. 43 km)
Die Tagesetappe verbindet Eckertsdorf auf direktem Weg mit Kruttinnen. In Eckertsdorf [Wojnowo] liegt inmitten herrlicher Naturlandschaft das russisch-orthodoxe Kloster der Philipponen. Die sog. Altgläubigen ließen sich 1825 hier nieder. Ihre Häuser und die Holzkirche mit goldenem Zwiebelturm verweisen auf das russische Erbe der Glaubensflüchtlinge. Das ausgedehnte Waldgebiet der Johannisburger Heide wird durchzogen von einem glasklaren Flüsschen, das reich an Fischen und Krebsen ist. Eine Stocherkahnfahrt auf der Kruttinna gilt als Höhepunkt jeder Masurenreise. Ausgangsort ist das Dorf Kruttinnen, wo man u.a. auch masurische Handarbeiten, Souvenirs und Kunsthandwerk kaufen kann. Besonders reizvoll ist die Einkehr in einem Lokal mit Terrasse direkt am Fluss, wo fangfrischer Fisch serviert wird. Über Galkowo mit dem Reiterhof Gut Ferenstein und dem Forsthaus, in dem heute ein nostalgisches Restaurant untergebracht ist, führt die Radtour nach Piaski zum Liegeplatz der MS CLASSIC LADY.

8. Tag: Verlängerung oder Rückreise
Abreise oder Verlängerung in Masuren (a. A.). Zum Reisebeginn oder -ende bieten sich ferner Zusatznächte in Warschau an, einer pulsierenden Metropole mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und interessantem Kulturprogramm.

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